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Mietspiegel Schweiz 2019: Diese Schweizer Städte sind am teuersten

Trends 20.05.2019 Lea Melcher
Mietspiegel Schweiz

Wie viel Geld geben Familien für eine 4,5-Zimmer-Wohnung in der Schweiz aus? Schweizer zieht es in die grossen Städte – möglichst citynahes Wohnen ist im Trend. Dafür müssen Mieter gerade in Zürich, Genf und Lausanne auch tiefer in die Tasche greifen. Diese drei Schweizer Städte liegen laut dem Mietpreis-Vergleich von Comparis bei den Wohnungsmieten für familientaugliche Wohnungen ganz weit vorn.

Was aber besonders erstaunt, sind die grossen Unterschiede bei den Mietpreisen in den zehn grössten Schweizer Städten.

Familientaugliche Wohnungen in Genf kosten heute 3'820 Schweizerfranken

Unter den teuersten Städten der Schweiz sichert sich Genf den Spitzenplatz mit einem durchschnittlichen Mietpreis von 3'820 Schweizerfranken für eine 4,5-Zimmer-Wohnung. Damit ist Wohnen in Genf fast doppelt so teuer wie in St. Gallen, wo für eine vergleichbare Wohnung 2'004 Schweizerfranken zu zahlen sind. Den zweiten Platz im Mietpreis-Vergleich sichert sich Zürich. Hier liegen die Mietpreise bei durchschnittlich 3'073 Schweizerfranken. Mit 2'850 Franken kommt Lausanne an dritter Stelle. Darauf folgen Basel (2'660 Fr.), Bern (2'600 Fr.), Luzern (2'430 Fr.), Winterthur (2'400 Fr.), Biel (2'110 Fr.), Lugano (2'050 Fr.) und St. Gallen (2'004 Fr.). Eine ausgezeichnete Lebensqualität und eine hohe Beschäftigung gehen in den grössten Städten der Schweiz oftmals mit einer hohen Bevölkerungsdichte einher. Da verwundert es nicht, dass auch die Lebenshaltungskosten gross sind. Während die Preise für den Immobilienkauf in der Schweiz aber allmählich abflauen, ist die Nachfrage nach Mietwohnungen in gefragten Lagen ungebrochen.

Wohnen wird teurer: erneut leichter Mietpreisanstieg im April 2019

Die Mietpreise klettern und klettern weiter nach oben – landesweit sind die Mieten im April mit 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat wieder leicht angestiegen. Damit setzt sich der Mietpreisanstieg der vorangegangenen Monate weiter fort. Was zunächst nach einer akuten Verteuerung der Mieten aussieht, ist aber zunächst nur kurzfristig alarmierend. Im Jahresvergleich fällt auf, dass die aktuellen Mieten noch immer rund 1,4 Prozent unter den Mietpreisen des Vorjahres liegen. Auch regional gibt es merkliche Unterschiede bei den Angebotsmieten. Während in den Regionen Zürich und Genfersee ein Plus von 0,1 Prozent kaum merklich die Mietpreise nach oben treibt, fällt es im Tessin mit 3,6 Prozent schon deutlicher auf.

Dennoch gibt es bei der derzeitigen Entwicklung der Mietpreise erst einmal Entwarnung: Mieten ist selbst in den Metropolregionen noch immer vergleichsweise bezahlbar.

Miete macht nur geringen Anteil am Haushaltseinkommen aus

Angesichts steigender Mietpreise könnte man vermuten, dass auch immer weniger Geld in der Haushaltskasse von Schweizer Mietern bleibt. Dem ist aber nicht so. Die Haushaltsbudgeterhebung des Bundes deckt auf, dass im Jahr 2000 noch 17,6 Prozent der Gesamtausgaben von Schweizer Haushalten auf Wohnen und Heizen entfallen sind. In jüngster Zeit ist dieser Anteil auf nur noch 14,7 Prozent gefallen. Schweizer geben also immer weniger fürs Wohnen aus. Gleichzeitig hat sich im selben Zeitraum mit einem Anstieg von gerade einmal 1,3 Prozent bei der durchschnittlichen Mietpreisinflation kaum etwas getan. Wobei man auch die Entwicklung der Mietpreise differenziert betrachten muss: Bestandswohnungen kosten heute kaum mehr als noch vor 30 Jahren. Die Mietpreise für Neubauwohnungen und sanierte Immobilien sind dagegen sehr wohl angestiegen.

Wohnungssuche nur für Geringverdiener ein Problem

Ein Mangel an bezahlbaren Wohnungen? In der Schweiz kann davon keine Rede sein, glaubt man den neuesten Statistiken zum Wohnungsleerstand. Derzeit sollen laut den neuesten Hochrechnungen etwa 72 000 Mietwohnungen leer stehen. Nur die Stadtzentren der Schweizer Metropolregionen sehen sich weiter unter Druck. Wo sich in anderen Ländern die Situation am Immobilienmarkt längst zugespitzt hat, sieht man dies in der Schweiz trotz alledem entspannt. Genf und Zürich gehören zu den Städten mit den höchsten Einkommen weltweit. Entsprechend mehr Geld steht den Bewohnern auch für die Miete zur Verfügung.

Knappheit besteht hingegen nur bei Wohnungen im unteren Preissegment, die von Haushalten mit niedrigem Einkommen nachgefragt werden. Die Rede ist von Haushalten, die 31 Prozent und damit mehr als doppelt so viel wie der Schweizer Durchschnitt fürs Wohnen ausgeben müssen. Für sie macht sich vor allem die Mieterverband-Initiative «Mehr bezahlbare Wohnungen» stark. Ob Genossenschaftswohnungen die Antwort auf das Problem sind, oder ob eine finanzielle Unterstützung benachteiligter Haushalte besser wäre, wird in der Politik derzeit heiss diskutiert.

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